Der "Gute Geist" von Kappel

Aus einer Legende aus dem Jahre 1825 wird von einem Berggeist am Schauinsland berichtet.

 

Dieser Berggeist soll in den Gebieten Schauinsland, Rappeneck und Kypfelsen sein Unwesen getrieben haben. Durch sein Klopfen mit einem Stock und an Bäumen und durch andere neckische Spiele, erschreckte er gerne die Besucher des Waldes und versuchte sie dadurch, aber natürlich nur auf harmlose Weise, vom rechten Wege abzubringen.

 

Eines Sonntagsmorgens aber, da zeigte sich der Berggeist von seiner guten Seite. Aus einem Haus an der Kappler Wand, wo damals noch arme Bergbauern und Bergarbeiterfamilien in einfachen Hütten wohnten, eilte ein kleines Mädchen zum Milch holen bei einem benachbarten Bauern.

Der Geist machte auch das kleine Mädchen durch sein Klopfen an den Bäumen neugierig, und lockte es vom richtigen Weg ab. Das Mädchen verließ den richtigen Weg genau in dem Augenblick, als eine riesige Schneelawine vom Schauinsland herunter donnerte und den ganzen Weg unter sich verschüttete.

 

Das war sowohl das Glück des Kindes als auch des Geistes, denn hätte der Berggeist das Mädchen nicht vom richtigen Weg gelockt, wäre es wohl unter den riesigen Schneemassen begraben worden. Und weil der Berggeist das Mädchen gerettet hat, erhoben die Kappler den" Schauinsländer Berggeist " zu ihrer immer währenden Fasentsfigur. Felsgrau, runenhaft und eckzähnig ist seine Maske, grün-gelbe Flecken und Schellen zieren den über dem Gewand getragenen Überwurf, der Schlagstock wurde zum Spielzeug der Berggeister, wodurch auch das Narrenspiel erstand.

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